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Arbeitswelt: Wie der Einsatz von KI-Systemen gelingt   🎧

Notwendig sei eine Führungskultur, die auf Partizipation, Offenheit und Transparenz beruhe, hieß es. Der Einsatz von KI-Systemen setze in Unternehmen Veränderungen in Gang und stelle die Mitarbeitenden vor weitreichende organisatorische und arbeitsrechtliche Herausforderungen, etwa auf welcher Grundlage KI-Systeme Weisungen erteilen könnten. Diesen Wandel gemeinsam mit den Beschäftigten zu gestalten, werde zu einer zentralen Aufgabe der Führungskräfte. Ein Risiko des KI-Einsatzes bestehe beispielsweise darin, aufgrund der durch das KI-System verwerteten Kennzahlen und Statistiken den hinter den Daten stehenden Menschen aus dem Blick zu verlieren, warnen demnach die Experten in dem Whitepaper.

„KI-Systeme können Führungsaufgaben übernehmen, die zuvor alleinige Aufgabe des Menschen waren. Beispielsweise können sie Führungskräfte dabei unterstützen, individuelle Lehrpläne für die Weiterbildung der Beschäftigten zu erstellen. Dazu wird die KI mit sensiblen, personenbezogenen Daten arbeiten müssen. Die Befürchtung, dass die Berechnungen eines Computerprogramms Einfluss auf die Personalpolitik, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Karrierechancen nehmen können, kann für die Beschäftigten psychisch belastend und demotivierend sein“, erklärte Sascha Stowasser, Mitglied der Plattform Lernende Systeme. „Wichtig ist es deshalb, dass Führungskräfte ihren Fürsorgepflichten nachkommen, indem sie auf den Gesundheitsschutz achten, den Einsatz des KI-Systems transparent machen, KI-Empfehlungen kritisch hinterfragen und die Beschäftigten in die Gestaltung der neuen Prozesse einbinden.“

Insbesondere wenn KI-Systeme persönliche oder leistungsbezogene Daten der Beschäftigten verarbeiten würden, müsse der Schutz der Daten und Persönlichkeitsrechte der Menschen sichergestellt sein. So könnten die Lerndaten aus der Weiterbildung das berufliche Fortkommen der Mitarbeitenden fördern. Jedoch könnten die Führungskräfte die Daten auch missbräuchlich zur Leistungskontrolle und Überwachung nutzen. Die Autoren empfehlen dem Whitepaper zufolge, KI-Systeme in der Führung entsprechend ihres Risikopotenzials zu zertifizieren und nur zertifizierte Systeme einzusetzen, um eine missbräuchliche Nutzung zu verhindern. Auf Basis welcher Daten KI-Systeme Führungsaufgaben übernähmen, sollte demnach in enger Abstimmung mit den Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen festgelegt werden. Zudem sollten Führungskräfte auf den Umgang mit den KI-Systemen und sensiblen Daten vorbereitet werden, hieß es. (ud)

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