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Bessere Steuerung: KI managt Erneuerbare Energien

„Durch selbstlernende Systeme lässt sich die Effizienz erhöhen und damit die Produktion und die Rentabilität steigern“, erklärt Markus W. Voigt, Geschäftsführer der AREAM GmbH, die auf Investments in Erneuerbare Energien spezialisiert ist. Heute werde nur ein Bruchteil der installierten Leistung von intelligenten Systemen überwacht, die nicht nur Fehler erkennen, sondern auch vorausschauend auf Fehlerquellen aufmerksam machen. „Bislang wurde ein Mitarbeiter eingesetzt, um fünf bis zehn Parks zu überwachen“, so Voigt. In Zukunft könne ein Mitarbeiter dank KI-Hilfe 50 und mehr Parks überwachen. 

Bislang ausgelagerte Wartungsfunktionen ließen sich auf diese Weise insourcen, besser steuern und überwachen, teilte das Unternehmen mit. Bisher seien Investments in der Regel so gelaufen, dass ein Assetmanager einem Generalunternehmer den Auftrag für den Bau der Anlage, etwa eines Solarparks, erteilte. Dieser lieferte schlüsselfertig ab und übernahm nach Fertigstellung den weiteren Betrieb und die Wartung. Diese Operations- und Management-Verträge (O&M) seien mit relativ hohen Basisgebühren ausgestattet, zu denen noch Kosten für die einzelnen Reparaturfälle kommen. 

„Mit dem Einsatz von KI lässt sich hier deutlich effizienter arbeiten“, betont Voigt. Ein Assetmanager nutze dazu intelligente Kontrollsoftware, die jederzeit den Status der Parks beurteile und entscheide, wann der Einsatz eines Technikers notwendig und lohnend ist. „Bei Solarparks, die nur von Menschen überwacht werden, kommt es immer wieder zu Fehlern, die nur sehr schwer und mit großem Aufwand gefunden werden können“, erläutert Voigt. „Das Analysieren der gewaltigen Datenmenge, die durch einen Solarpark erzeugt wird, ist komplex und zeitaufwendig.“ 

Software erkennt Fehler früher

Eine Software erkenne Fehler bereits früher und umfassender und entscheide, wann die Anfahrt eines Technikteams erforderlich sei, heißt es der Firma zufolge. Dann würden in einem Durchgang alle schadhaften Teile ausgetauscht, die Leistung der Anlage steige. Dabei würden die menschlichen Techniker genau dann gerufen, wenn es wirtschaftlich sinnvoll sei und nicht wenn ein vertraglich vereinbarter Wartungszyklus fällig sei. „Im Schnitt steigt der Ertrag eines Parks dank der KI um rund drei bis sechs Prozent“, sagt Voigt. „Das mag nach nicht viel klingen, ist aber ein direktes Plus für den Betreiber beziehungsweise die Investoren.“ 

Nach dem Wegfall der Subventionen für Erneuerbare Energien seien selbst kleine Effizienzgewinne am Ende entscheidend für den Erfolg eines Investments. „Die Auslastung zu steigern ist ein wichtiger Schritt, die Kosten für die Wartung zu senken ein weiterer“, erklärt Voigt. Insgesamt würden Assetmanager im Bereich Erneuerbare Energien in Zukunft viel stärker gefordert sein, beständig hohe Erträge zu erwirtschaften. „Da ist der Schritt in die Digitalisierung der Anlagen wirklich entscheidend“, so Voigt. (ud) 

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