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Curling: KI-Roboter besiegt Profispieler

Die KI-Methodik sei von Wissenschaftlern der Korea University in Kooperation mit Prof. Dr. Klaus-Robert Müller, Leiter der Arbeitsgruppe Maschinelles Lernen (ML) an der TU Berlin entwickelt worden, teilte die TU Berlin am Freitag mit. Der Roboter nutzt demnach Künstliche Intelligenz, um Spielzüge zu analysieren. Die KI sei auf die Planung und Handlung in einem datenarmen Entscheidungsumfeld und unter Zeitdruck spezialisiert, hieß es. 
 
„Das Curling-Spiel ist ein hervorragendes Testfeld für Untersuchung der Interaktion zwischen Systemen der Künstlichen Intelligenz und der realen Welt“, erklärte Prof. Dr. Seong-Whan Lee von der Korea University. Bei dem Spiel ändern sich ständig die Umgebungseigenschaften. Jeder Wurf hat Auswirkungen auf den Ausgang einer Partie. Aufgrund der strengen Zeitregeln gebe es keine Zeit zum Umlernen für die KI, hieß es. „Wir konnten einen Curling-Roboter mit einem Algorithmus ausstatten, der auf einer Kombination von Deep Learning, Reinforcement Learning und zeitlicher Information beruht und damit die vielen Unsicherheiten des Curling-Spiels kompensiert“, erläuterte Klaus-Robert Müller, der auch eine Gastprofessur an der Korea University innehat. Mit diesem Ansatz sei es den Wissenschaftlern gelungen, die Leistungen von Curly auf ein menschliches Niveau zu heben. 

Seong-Whan Lee ergänzte: „Es bleibt spannend zu sehen, wie zukünftig vergleichbare oder weiterentwickelte KI-basierte Systeme über das Curling hinaus mit der realen Welt und ihren großen Unsicherheiten interagieren werden." (ud) 

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