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Junge Bundesbürger: „KI wird neue Berufsfelder schaffen“

Die Vertreter der Generation Z und der Millenials sähen insbesondere Verkäufer (45 Prozent), Taxi- und Busfahrer (43 Prozent) sowie Börsenhändler (30 Prozent) in Gefahr, von modernen Technologien wie KI verdrängt zu werden. Bessere Zukunftschancen werden demnach Journalisten (11 Prozent), Prostituierten (13 Prozent) und Psychologen (15 Prozent) eingeräumt.  

Das sind einige der Ergebnisse einer Untersuchung des Softwareunternehmens Kaspersky. Generell bevorzugen laut der Studie 42 Prozent der befragten Bundesbürger unter 31 Jahren die Unterstützung von KI eher im beruflichen als im privaten Bereich – die übrigen stimmten dem nicht zu oder verhielten sich neutral. Zudem ist den Angaben zufolge knapp die Hälfte (49 Prozent) der Meinung, dass KI mehr Raum für Kreativität und Kommunikation schaffen könne, weil monotone und sich ständig wiederholende Tätigkeiten im Job wegfallen würden. Gleichzeitig glauben sie laut der Untersuchung, in zehn Jahren für dasselbe Gehalt weniger arbeiten zu müssen, da KI unliebsame Aufgaben für sie übernehmen könne.

Angst vor Rationalisierungen
Allerdings sähen einige auch die Gefahr, von einer KI im eigenen Berufsumfeld ersetzt und in der Konsequenz wegrationalisiert zu werden, hieß es weiter. So stimmten 39 Prozent der Aussage zu, dass Künstliche Intelligenz gleichbedeutend mit Arbeitslosigkeit sei. Die Mehrheit (56 Prozent) sei sich zudem sicher, dass der Leistungsdruck in Zukunft zunehmen werde, da KI schneller und effektiver arbeiten könne als Menschen. Dr. Thomas Funke, Managing Director des Frankfurter Start-up- und Innovationszentrums TechQuartier, erklärte: „Die große Frage ist ja: Welche Fähigkeiten müssen junge Menschen schon heute und vor allem in der Zukunft entwickeln oder mitbringen, um mit immer komplexeren Technologien und Sachverhalten zu arbeiten und daraus Neues zu erschaffen? Unserer Meinung nach sind vor allem Problemlöser-Qualitäten gefragt.“

Daher sei es äußerst spannend, dass in der Studie 43 Prozent der Befragten sich bereits in zehn Jahren den Beruf des Problemlösers für automatisierte Transitsysteme vorstellen könnten: „Das ist genau die Richtung, in die es geht: komplexe Herausforderungen – unterstützt durch neue Technologien – agil zu lösen“, so Funke: „Wir sind davon überzeugt, dass die frühzeitige Vermittlung von Wissen über KI und die Förderung eines dementsprechenden Unternehmergeistes, die Grundlagen bilden, um zukünftig mehr High-Potenzial-Talente für den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland hervorzubringen.“ (ud)

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