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Marketing: KI gewährt tiefere Einblicke in das Kundenverhalten  

Die Anwendung von KI im Marketing ermögliche insbesondere tiefere Einblicke in das Kundenverhalten, um so die Ansprache potenzieller Kunden zu optimieren, hieß es. Anhand gezielter Analysen könnten personalisierte Marketingmaßnahmen gestaltet und somit die Marketingperformance nachhaltig gesteigert werden. Anwendungsfälle wie Sentiment-Analysen, Chatbots, datenbasierte Kundensegmentierung oder intelligente Produktempfehlungen seien keine Seltenheit mehr, so ein aktueller Report von Campana & Schott und der TU Darmstadt.

Um die Kunden besser zu verstehen, könne KI diese auch nach ihren Verhaltensmustern segmentieren und darauf basierend individuelle Marketingmaßnahmen bestimmen. Beispielsweise nutzten Netflix, Amazon oder das chinesische Alibaba KI-basierte Empfehlungssysteme, die anhand von Bilderkennungsverfahren (z. B. Abbildungen ähnlicher Produkte im Sortiment) oder datenbasierten Analysen den Kunden ähnliche Produkte auf Basis bereits getätigter Käufe vorschlagen würden. Intelligente Sentiment-Analysen könnten dazu beitragen, in großem Umfang die Stimmung der Kunden in Bezug auf ein Unternehmen oder ein bestimmtes Produkt bzw. einen Service zu erfassen und zu analysieren.

KI kann auch Inhalte in natürlicher Sprache generieren
Auf diese Weise könnten Unternehmen mit entsprechenden Maßnahmen einschreiten, falls ein Produkt oder Service regelmäßig schlecht bewertet werde, so die Analyse. Neben dem Textverständnis könne KI auch Inhalte in natürlicher Sprache generieren. So könne ein KI-basierter Chatbot mit einem potenziellen Kunden interagieren und einen Überblick über das Sortiment geben, individuelle Anfragen zu Produkten beantworten und besonders beliebte Produkte empfehlen.

Auch Banken machen von der Technologie rege Gebrauch. Die japanische Sumitomo Mitsui Bank setzt in ihrem Call Center IBMs Watson ein. Dabei handelt es sich um ein Computerprogramm aus dem Bereich der KI. Das Programm verfolgt die Beratungsgespräche und schlägt Beratern automatisiert Antworten vor. Das Kreditinstitut konnte auf diese Weise die Kosten pro Anruf um 60 Cent senken. Dadurch wurden Einsparungen in Höhe von 100.000 US-Dollar pro Jahr möglich, und auch die Kundenzufriedenheit nahm deutlich zu.

Einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC zufolge setzen Kreditinstitute international verstärkt auf KI, um ihr Digitalisierungstempo zu beschleunigen. Die überwiegende Mehrheit der Banken-CEOs (91 Prozent) rechnet demnach damit, dass KI das Bankgeschäft in den nächsten fünf Jahren nachhaltig verändern werde. Knapp 60 Prozent erwarteten, dass die Technologie die Welt noch umfassender revolutionieren werde als das Internet, hieß es. (ud)

 

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