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Medizin: Forschung mit Roboter-assistierten Operationsverfahren

Die neue Professur für Roboter-assistierte Chirurgie und intelligente Systeme solle die Integration moderner Robotik und intelligenter, datengestützter Assistenzsysteme in den klinischen Alltag erforschen, teilte die Hochschule mit. Mit der statistischen Methodik zur Anwendung von KI beschäftige sich der Forschungsbereich der neuen Professur für Mathematical Statistics and Artificial lntelligence in Medicine. Die dort entwickelten Verfahren sollten dazu beitragen, spezielle Fragestellungen in der Medizin zu beantworten. Die Lehrstühle ergänzten die Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät: Medizinische Informatik (Medical Information Sciences) sowie Umwelt und Gesundheit (Environmental Health Sciences).

Roboter-assistierte Operationsverfahren würden zunehmend häufiger in allen chirurgischen Disziplinen eingesetzt, hieß es weiter. Die Verwendung moderner Operations-Roboter erlaube dabei nicht nur eine technische Unterstützung einzelner Arbeitsschritte, sondern stelle darüber hinaus zusätzliche Informationen durch eine Vernetzung von Daten mithilfe KI zur Verfügung. Die Kombination von Roboter-assistierten Operationen mit KI, (nano)technologischen Lösungen sowie dem Einsatz von Augmented Reality und 3D-Bildgebung könne das chirurgische Spektrum erweitern und die Ergebnisse operativer Eingriffe nachhaltig verbessern.

Integration moderner Robotik in den klinischen Alltag

Die neue geförderte Professur für Roboter-assistierte Chirurgie und intelligente Systeme werde dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Sie soll die Integration moderner Robotik und intelligenter, datengestützter Assistenzsysteme in den klinischen Alltag erforschen. Der Lehrstuhl werde die aktuellen Anwendungsgebiete Roboter-assistierter Chirurgie evaluieren und auf Grundlage dieser Daten die Entwicklung, Integration und Evaluation neuer innovativer Technologien und Künstlicher Intelligenzen im chirurgischen Einsatz erforschen und fördern.

Die zweite Professur solle dazu beitragen, Fragestellungen vor allem im Bereich Environmental Health Sciences aufzugreifen, etwa auf dem Gebiet der von Insekten übertragenen Krankheiten wie Dengue oder Malaria, die aufgrund des Klimawandels mittelfristig auch in Europa stärker in den Fokus rücken würden. Die bestehende Zusammenarbeit zwischen dem Mathematischen Institut und der Medizinischen Fakultät an der Uni Augsburg würden durch die neue Professur intensiviert.

Die Forschung im Bereich KI stellt den Angaben zufolge einen der Schwerpunkte der von der Staatsregierung angekündigten Hightech-Agenda Bayern dar. Bayerische Universitäten konnten sich demnach um 50 KI-Professuren bewerben. (ud)

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