Markt News

istock.com/Ivan Bajic

Mittelstand: Noch viel „Luft nach oben“ beim Thema KI  

Kleine und mittelständische Unternehmen schöpften beispielsweise das enorme Potenzial von KI-basierten Lösungen und Maschinellem Lernen (ML) noch nicht voll aus, betonte Gürtler. Das zeige sich deutlich in der kürzlich veröffentlichten Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) zum Thema KI im Mittelstand. Demnach stecke in der Nutzung KI-basierter Lösungen ein Nettopotenzial von 338 Mrd. Euro, das bis 2025 umgesetzt werden könnte.

Trotzdem setzten bislang lediglich 6 Prozent der deutschen Unternehmen KI-Technologien ein, bei kleinen und mittelständigen Unternehmen sei der Anteil sogar noch etwas geringer, führte Gürtler aus. Hierin stecke also noch viel Potenzial für digitale Entfaltung. Die wohl entscheidendsten Hemmnisse für die Einführung von KI in mittelständischen Unternehmen seien laut Untersuchung der Mangel an Fachkräften und damit einhergehendes fehlendes Knowhow.

Gürtler: Aufwand einer KI-Einführung wird überschätzt
Die Ursachen dafür seien der Studie zufolge vielfältig, so der Experte. Der Aufwand einer KI-Einführung werde überschätzt. Außerdem wirke die Amortisationsdauer der Investitionen zu lang und passe häufig nicht in den Planungshorizont kleiner und mittelständischer Unternehmen. Auch der Aufwand, eine KI selbst programmieren zu müssen, schrecke ab. Doch die Hürden erscheinen laut Gürtler niedriger, wenn bei Unternehmen Klarheit über den Nutzen von KI entstehe.

„Aus meiner Erfahrung ist besonders wichtig, dass sowohl die Geschäftsführung und Fachabteilungen als auch die IT den Nutzen und Aufwand von KI richtig einschätzen können. Zumal sich mit standardisierten Lösungen und der Unterstützung erfahrener IT-Partner viel erreichen lässt“, so Gürtlers Fazit. (ud)

 

Stichworte

Verwandte Artikel

Anzeige

Lexikoneinträge