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Positionspapier: KI stärkt Resilienz von Volkswirtschaften

Der digitale Wandel erhält durch die Corona-Krise einen großen Schub, was wiederum auch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) beflügelt. Digitalisierte, agile Organisationen kommen hierbei offenbar bislang besser durch die Krise als andere. Um sich im weltweiten Wettbewerb zukunftsfähig aufzustellen, müssten Deutschland und Europa resilienter werden, also die Fähigkeit entwickeln, unerwartete, widrige Ereignisse besser zu verkraften. KI stärke die Resilienz sowie digitale Souveränität und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften, so die zentrale Botschaft des Lenkungskreises der Plattform Lernende Systeme in seinem aktuellen Positionspapier. So könnten KI-Systeme etwa Maschinen fernüberwachen und Produktionsausfälle vermeiden, komplexe Logistikketten optimieren oder bei der Verfolgung von Infektionsketten unterstützen, hieß es.

 „Die Pandemie zeige aber auch, dass der Einsatz von KI an Grenzen stößt: Dort, wo adäquate Daten für das Training von intelligenten Systemen fehlen, wo es Engpässe bei der Datenübertragung und -verarbeitung gibt, kann KI nicht als unterstützendes Werkzeug eingesetzt werden“, teilte die Plattform mit. Als Schlüssel für die Resilienz und Zukunftsfähigkeit Deutschlands und Europas nennen die Autoren demnach offene Datenräume in Europa, die einen sicheren Datenaustausch ermöglichen. Weitere zentrale Faktoren seien unabhängige und verteilte Cloudinfrastrukturen sowie datenbasierte Wertschöpfungsnetzwerke, in denen Unternehmen flexibel zusammenarbeiten und neue Geschäftsmodelle schaffen. 

Sollten Behörden, Kliniken und Firmen mithilfe von KI in der Krise Grundfunktionen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aufrechterhalten, benötigen ihre Beschäftigten den Angaben zufolge zudem spezifische Kompetenzen, um KI-Systeme bewerten, überprüfen und anwenden zu können. Essenziell dafür sei die Stärkung des Transfers von KI-Wissen in Forschung, Lehre und Unternehmen. Die Autoren des Positionspapiers verweisen demnach auf Qualifizierungsmaßnahmen in Schulen und Hochschulen, die Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildung sowie ein strategisches Kompetenz- und Wissensmanagement in Unternehmen, aber auch auf regionale KI-Kompetenzzentren, industrienahe Transfer-Hubs sowie Lernlabore. (ud)

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