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Software-Experte prophezeit: „Der Hype um ChatGPT ist erst der Anfang einer gewaltigen KI-Welle"   🎧

„Computersysteme, die mit Menschen alltagstaugliche Dialoge führen können, sind nur die Vorläufer einer gigantischen Welle von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz“, prognostizierte der Software-Experte Edward Lenssen, CEO des niederländischen Software-Hauses Beech IT. „Das ist nur die Spitze des Eisbergs“, erklärte Lenssen, „das größte Potenzial der KI-Anwendungen liegt noch im Verborgenen – aber sicherlich nicht mehr lange.“

ChatGPT sei nach Einschätzung des Software-Experten „wie ein Weckruf“, weil die Software ein bemerkenswert breites Spektrum an Fragen im Dialog beantworten könne und in vielen Sprachen, darunter auch Deutsch, funktioniere, teilte die niederländische Firma mit. Lenssen sagte: „Bei ChatGPT handelt es sich weniger um einen wissenschaftlichen Durchbruch als vielmehr um eine Demonstration des aktuellen Stands in der KI-Forschung. Das System zeigt öffentlich, was heutzutage möglich ist, wenn Deep Learning mit gewaltigen Rechnerressourcen und gigantischen Datenmengen über das Wissen der Welt ausgestattet wird.“
„KI wird in vielen Branchen eine Implosion auslösen“

Lenssen warnte zugleich: „Das alte Sprichwort, dass nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird, gilt in Bezug auf Künstliche Intelligenz nicht. Ganz im Gegenteil wird KI immer heißer werden und in vielen Branchen geradezu eine Implosion auslösen.“ Er gab demzufolge zu bedenken, dass Dialogsysteme wie ChatGPT heute schon in der Lage seien, die Kommunikation zwischen Firmen und Kunden weitgehend automatisiert zu übernehmen. Dank moderner Stimmerkennung funktioniere die Mensch-Maschine-Schnittstelle auch am Telefon immer besser. 80 Prozent der Deutschen nähmen am liebsten per Telefon Kontakt zu einem Kundenservice auf.

Der Einsatz von KI-Systemen werde nicht auf die Dialogführung begrenzt bleiben, so Lenssen weiter: „Bei Banken und Versicherungen, im Gesundheitswesen, der Logistik, dem produzierenden Gewerbe, im Dienstleistungssektor, dem Öffentlichen Dienst und generell überall dort, wo Menschen vor Bildschirmen sitzen, wird sich Künstliche Intelligenz auf die eine oder andere Weise bemerkbar machen.“ Die Auswirkungen würden für die Unternehmen bzw. Behörden selbst wie auch auf der Arbeitsplatzseite spürbar werden, warnte Lenssen.

Lenssens Fazit: „Firmenchefs, die Künstliche Intelligenz als eine Entwicklung der fernen Zukunft ohne Bezug zu ihrem heutigen Geschäft einordnen, werden sich eines Besseren belehren lassen müssen. Ganz im Gegenteil ist es längst höchste Zeit, Know-how über Künstliche Intelligenz ins Unternehmen zu holen.“ (ud)

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Was versteht man unter „Data Science“ und wie ist dies in den Themenkomplex KI einzuordnen? Wozu benötigt eine Bank einen Data Scientist und mit welchen Daten und Tools wird hier gearbeitet? Diese und weitere Fragen stellen wir Torsten Nahm, der das Kompetenzzentrum für Data Science bei der DKB leitet. Hören Sie hier weitere Episoden aus der Reihe „durch die bank“.

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