Trends News

istock.com/arthon meekodong

Studie legt Kriterien vor: Wie nachhaltig ist Künstliche Intelligenz?

KI und Maschinelles Lernen (ML) sind im Alltag allgegenwärtig. Mit ihrer Ausbreitung nehmen Fragen zu – hinsichtlich der Transparenz von Entscheidungsprozessen, Inklusion und Diskriminierung oder steigender Energieverbräuche bei der KI-Modellentwicklung. Wie können solche sozialen, ökologischen und ökonomischen Wirkungen von KI-Systemen systematisch und vergleichbar analysiert werden? Erstmals habe ein Forschungsteam von AlgorithmWatch, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Distributed Artificial Intelligence Laboratory der Technischen Universität Berlin diese Frage umfassend untersucht und nun ein Kriterien- und Indikatorenset für nachhaltige KI entwickelt, wie das IÖW mitteilte. Gefördert worden sei das Projekt vom Bundesumweltministerium (BMUV).

Die Forschenden hätten analysiert, welche Nachhaltigkeitseffekte entlang des Lebenszyklus der KI aufträten – vom Datenmodell und Systemdesign, über die Modellentwicklung und -nutzung bis hin zur Entsorgung der Hardware, hieß es. Über 50 Indikatoren beschreiben demnach, wie sich Kriterien wie Transparenz, Selbstbestimmung, inklusives Design und kulturelle Sensibilität, aber auch Ressourcenverbräuche, Treibhausgasemissionen oder die Verteilungswirkungen in Zielmärkten der KI-Anwendungen erfassen ließen, hieß es.

Entwicklung konkreter Instrumente
Auch im Hinblick auf politische Regulierungsansätze wie den Artificial Intelligence Act der Europäischen Union (EU), die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Ampel-Koalition bei Rechenzentren oder Leitlinien wie die neue KI-Ethik-Empfehlung der UNESCO sei es wichtig, den Entscheidern im Detail Ansatzpunkte aufzuzeigen, was die Nachhaltigkeit von KI-Systemen überhaupt umfasse: „Wir haben in unserer Studie zunächst konzeptionell erarbeitet, wie sich die Nachhaltigkeit von Systemen Künstlicher Intelligenz bewerten lässt. Nun geht es darum, konkrete Instrumente zu entwickeln, um in der Praxis zu zeigen, wie KI-Systeme nachhaltiger werden können“, erklärte Projektmanagerin Anne Mollen.

Die Hälfte der Deutschen wolle sich nicht auf eine Bank verlassen, die ihre ökologisch-sozialen Anstrengungen nicht darlege, so eine Studie der Team Bank.  Grundsätzlich wären 52 Prozent bereit, für nachhaltige Erzeugnisse mehr Geld auszugeben – allerdings nicht für Bankprodukte. Hier würde nur ein Drittel der Bundesbürger Renditeeinbußen oder höhere Kosten in Kauf nehmen. Zwar achteten 41 Prozent der Befragten darauf, dass bei Bank- und Versicherungsprodukten ökologisch-soziale Standards eingehalten würden. Für Green Banking auch mehr zu bezahlen, komme vor allem für die älteren Deutschen eher nicht in Frage. In der Generation 50Plus seien nur 27 Prozent dazu bereit. Bei den jüngeren Deutschen unter 30 Jahren dagegen sei die Bereitschaft schon größer: 45 Prozent würden höhere Kosten oder geringere Renditen etwa für eine nachhaltige Geldanlage akzeptieren, so die Studie. (ud)

 

Stichworte

Verwandte Artikel

Anzeige

Lexikoneinträge