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Automatisiertes Fahren: BMW und Mercedes-Benz getrennt unterwegs

In Sachen automatisiertes Fahren sind BMW und Mercedes-Benz fortan auf getrennten Routen unterwegs. Zumindest „vorerst“ ruhe die Zusammenarbeit für die Entwicklung der nächsten Technologiegeneration im Bereich automatisiertes Fahren, teilten die Fahrzeugbauer am Freitag mit. Stattdessen wollen sich beide nun auf ihre jeweils eigenen Entwicklungen konzentrieren.  
Die beiden deutschen Autobauer hatten sich im letzten Jahr vertraglich auf eine Entwicklungskooperation für automatisiertes Fahren geeinigt. Erst danach hätten „detaillierte Gespräche auf Expertenebene“ stattfinden und Gespräche mit Lieferanten über Technologie-Roadmaps geführt werden können. Dabei kamen schließlich beide Seiten zu dem Ergebnis, dass derzeit nicht der richtige Zeitpunkt für eine Kooperation sei. Der Aufwand für eine gemeinsame technologische Basis sei vor dem Hintergrund der momentanen und der gesamtunternehmerischen Rahmenbedingungen zu hoch.

Allerdings betonten sowohl BMW Group als auch Mercedes-Benz AG, die Trennung erfolge „im besten partnerschaftlichen Einvernehmen“, und eine erneute Zusammenarbeit zu einem späteren Zeitpunkt sei weiterhin möglich. „Denn die grundsätzliche Herangehensweise etwa in Bezug auf Sicherheit und Kundenutzen beider Häuser beim Thema automatisiertes Fahren passt unverändert gut zusammen.“ Außerdem werde die Zusammenarbeit auf den übrigen Themenfeldern wie geplant fortgesetzt. Das betrifft z. B. die – gemeinsam mit Audi erworbene – Location- und Technologieplattform HERE und die Mobilitätsdienste unter dem Dach der NOW-Familie. (kra)

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