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Digitale Transformation: Studie sieht hohes Potenzial in KI für Banken

Die Nutzung von Online-Kanälen sei in den ersten Monaten der Coronavirus-Pandemie um rund die Hälfte gestiegen. Zugleich wachse die Konkurrenz durch Technologieunternehmen wie Amazon, Apple oder Google, die ihre Aktivitäten immer stärker auf das Finanzgeschäft ausdehnen würden. Konkret gebe es für die Finanzbranche im Bereich KI mehr als 25 Einsatzbereiche – von Finanzgeschäften mit Hilfe von Chatbots über Kundenidentifizierung mittels Gesichtserkennung bis hin zur Aufdeckung von Finanzkriminalität, so eine McKinsey-Studie.

Banken, die KI nicht ins Zentrum ihrer Planungen stellen würden, hätten bei ihren Kunden keine Chance, hieß es. Allerdings seien die Geldhäuser allein nicht in der Lage, die digitale Transformation schnell genug zu bewerkstelligen. „Viele Banken haben Probleme, anspruchsvolle AI-Lösungen in ihre alten IT-Systeme zu integrieren. Ohne Partnerschaften mit FinTechs werden die meisten Banken diese Schwierigkeiten kaum in den Griff bekommen“, warnte Markus Strietzel, Senior Partner bei der Beratung Roland Berger einem Medienbericht zufolge. Große Banken wie die Deutsche Bank seien bereits Kooperationen mit Tech-Firmen eingegangen.

Eine weltweite Untersuchung von Avaloq ergab, dass digitale Technologien wie KI und Automatisierung die Front-, Middle- und Back-Office-Prozesse von Kreditinstituten und Vermögensverwaltern erheblich verbessern würden. Laut einer Studie von Q_PERIOR und Lünendonk haben jedoch erst 9 Prozent der befragten Banken KI in ihre Prozesse integriert. 41 Prozent der Institute stuften KI aktuell sogar als irrelevanten Faktor ein, hieß es. (ud)
 

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