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Förderprogramm: KI-Kurse für Studierende

Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Donnerstag in Berlin mitteilte, trage der Bund dabei 90 Prozent der Förderung, den Rest finanzierten die Länder. Rechtliche Grundlage für die Förderinitiative sei die am 10. Dezember 2020 durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) verabschiedete Bund-Länder-Vereinbarung „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“, erklärte das Ministerium. Bis zum 30. April 2021 könnten sich Hochschulen mit Projektideen um eine Förderung bewerben.

Die Förderinitiative verfolge zwei wesentliche Ziele, um KI wirksam in der Breite des Hochschulsystems zu entfalten: Die Vermittlung von Kenntnissen zu KI als Studieninhalt soll demnach zur Qualifizierung von Fachkräften beitragen. Dies solle durch die Entwicklung neuer KI-Studienangebote in allen Fach- und Teildisziplinen gelingen, hieß es. Ein zweites wesentliches Ziel sei die Verbesserung der Qualität von Hochschulbildung durch den Einsatz von KI-Technologien in der Lehre. Dazu sei die Entwicklung von Assistenzsystemen zur Unterstützung der Lehrenden und der Einsatz von Learning Analytics zur Erstellung individueller Lernangebote denkbar. Auch der Aufbau und die Durchführung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten für Lehr- und Verwaltungspersonal stellen demnach förderfähige Maßnahmen dar. Datenethische Aspekte bzw. der Umgang mit datenschutzrechtlichen Regelungen seien zu beachten. Bis zu 2 Mio. Euro für Einzelvorhaben und bis zu 5 Mio. für Verbundvorhaben könnten staatliche Hochschulen mit ihren Ideen für eine Förderung über 48 Monate beantragen.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärte: „KI ist eine der großen Schlüsseltechnologien der Zukunft und wird unser Leben prägen. Wir müssen in Deutschland selbst in der Lage sein, Schlüsseltechnologien zu verstehen, herzustellen und weiterzuentwickeln“. Deshalb sei es wichtig, dass Studierende die notwendigen Kompetenzen für qualifizierte berufliche Tätigkeiten in diesem Bereich auf höchstem Niveau vermittelt bekommen. KI sei nicht nur ein Studieninhalt, sondern auch ein vielversprechendes Mittel der Lehre, die verbessert werden sollte: „Besondere Potenziale sehe ich zum Beispiel bei der Individualisierung von Lehr- und Lernprozessen, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Studierendenzahlen. KI kann auch dazu beitragen, die Studienerfolgsquote zu erhöhen und die Chancengerechtigkeit zu steigern“, so Karliczek. (ud)
 

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