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Forschung: KI soll Regelungstechnik Mehrwert bringen

Die Gruppe „Datengetriebene Methoden in der Regelungstechnik“ (DART) sei am 1. Juli gestartet und werde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für vier Jahre mit rund 1,6 Mio. Euro gefördert, teilte die Universität Paderborn mit.

Bei DART wollten vier junge Wissenschaftler neuartige hybride Methoden für regelungstechnische Probleme entwickeln, hieß es. Die Methoden sollten Elemente der Regelungstechnik und der KI verbinden. Regelungstechnische Anwendungen kommen demnach etwa in der Robotik, der Automatisierungstechnik sowie in der Kfz- und Bahntechnik zum Einsatz. Dr.-Ing. Julia Timmermann, Leiterin der Nachwuchsgruppe, erklärte, wichtig sei es den Forschenden, sich kritisch mit dem Thema KI auseinanderzusetzen und zu prüfen, wo sie Unternehmen zukünftig einen echten Mehrwert wie Zeitersparnis biete: „Wenn Unternehmen Künstliche Intelligenz in der Regelungstechnik bewusst nutzen, können beispielsweise Facharbeiter dabei unterstützt werden, komplexe technische Systeme flexibel zu bedienen“, beschrieb die Expertin einen Anwendungsbereich im industriellen Alltag.

In der Nachwuchsgruppe wollten die Wissenschaftler bewährte Physik-basierte Ingenieurverfahren mit modernen datengetriebenen Verfahren kombinieren, hieß es. So solle es Industrieunternehmen künftig möglich sein, intelligente zielgerichtete Steuerungen und Regelungen für komplexe mechatronische Systeme leichter zu realisieren. Würden von Unternehmen etwa in Produktionsprozessen zahlreiche Sensoren verwendet, gebe es häufig eine große Menge an Maschinendaten. Beschreiben diese Daten laut der Uni physikalisch-kausale Zusammenhänge, könnten sie mit etablierten Ingenieurverfahren verarbeitet werden. Sind die Zusammenhänge den Angaben zufolge zu komplex oder ungenügend genau bekannt, könnten ergänzend KI-Methoden zur Auswertung genutzt werden.

„Wir wollen herausfinden, welche Daten aussagekräftig sind und wo kausale Zusammenhänge bestehen, um so letztlich beide Vorgehensweisen kombinieren zu können“, erklärte Timmermann den Forschungsansatz. (ud)

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