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KI-Förderung: BDI für Schulterschluss mit anderen EU-Ländern

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) hat sich dafür ausgesprochen, dass Deutschland rasch klare Prioritäten in der KI-Forschung setzt. „Die deutsche Politik muss den Schulterschluss mit anderen EU-Staaten üben, um die hohen Wachstumschancen durch den klugen Einsatz von KI zu nutzen. Europaweite Exzellenzzentren mit hoher finanzieller und personeller Ausstattung sowie einer guten wirtschaftlichen Vernetzung sind Erfolgsfaktor dafür, dass sich führende KI-Forscher in Europa niederlassen.“ Das erklärte Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, anlässlich der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit führenden KI-Forschern am Mittwoch.

Unternehmen hierzulande hätten ihren Bedarf an industriellen KI-Anwendungen längst deutlich gemacht. Es müsse darum gehen, die KI-Forschung „noch gezielter zu fördern“, erklärte Plöger: „Erst wenn die Forschungsbereiche bedarfsgerecht ausgestattet sind, kann sich Deutschland im internationalen Standortwettbewerb Vorteile verschaffen“, betonte die Expertin. Es sei ein „wichtiges Signal“, dass die Bundesregierung die Förderung von KI in der Corona-Krise im Blick behält. „Künstliche Intelligenz kommt bereits bei der Entwicklung von Arzneimitteln gegen den Virus zum Einsatz“, so Plöger. Auch nach der Pandemie werde KI wirtschaftlichen Aktivitäten hierzulande maßgeblich Schwung verleihen.

„Schlüsseltechnologie der digitalen Welt“

Bitkom-Präsident Achim Berg sagte anlässlich der Videokonferenz der Kanzlerin: „Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie der digitalen Welt und wird aktuell unter anderem eingesetzt, um die Corona-Krise zu meistern.“ KI müsse Chefsache werden. Berg verwies auf eine aktuelle Umfrage des Verbands, wonach sich inzwischen 28 Prozent der Unternehmen ab 20 Mitarbeitern mit dem Einsatz von KI beschäftigen würden. Das seien mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahr, „aber immer noch zu wenige“. Denn nur in 6 Prozent der Unternehmen werde KI wirklich eingesetzt, der Rest plane noch oder diskutiere darüber.

Berg: „So wichtig KI-Forschung weiterhin ist: Wir müssen bei KI noch schneller in die praktische Umsetzung kommen. KI gehört nicht nur in die Unternehmen, KI gehört ebenso in Verwaltungen, Bildungsreinrichtungen und insbesondere auch in die Gesundheitsversorgung.“ (ud)

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