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Studie: Künstliche Intelligenz ist auf Daten angewiesen

Künstliche Intelligenz (KI) erobert immer mehr Wirtschaftszweige. Von der Routenplanung über die Qualitätskontrolle in der Produktion bis hin zur Analyse von Röntgenbildern reicht das Einsatzgebiet. Zwar geben laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter Unternehmen 34 Prozent an, aktuell KI einzusetzen, den Einsatz zu planen oder zumindest darüber zu diskutieren. Für fast zwei Drittel aber sei das kein Thema, teilte der Verband in Berlin mit. Eine zunehmende Bedeutung gewinne vor allem Maschinelles Lernen (ML). Dabei würden KI-Systeme nicht lediglich programmiert, sondern auch mit geeigneten Daten trainiert, hieß es. Die in den Trainingsdaten erkannten Muster könnten die Systeme nach Abschluss des Trainingsprozesses auf bisher unbekannte Datenbestände übertragen.

Der Bedarf an solchen Trainingsdaten werde in den kommenden Jahren stark zunehmen. Fast alle Unternehmen (94 Prozent), die sich mit KI auseinandersetzten, gingen davon aus, dass der Bedarf an Trainingsdaten steigen werde. Zwei Drittel (66 Prozent) sagten zudem, dass personenbezogene Daten genutzt werden müssten, damit die KI verwertbare Analyseergebnisse liefere. „Daten sind der Treibstoff für Künstliche Intelligenz“, erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Unternehmen, die KI entwickeln oder einsetzen, kommen daher schnell an den Punkt, dass sie auch auf Datensätze zurückgreifen müssen, die personenbezogene Daten enthalten.“

Anonymisierung der Daten

Die Unternehmen betreiben den Angaben zufolge einen hohen Aufwand, um die rechtlichen Vorgaben beim Training von Systemen des Maschinellen Lernens mit personenbezogenen Daten einzuhalten. Die meisten von ihnen (69 Prozent) erfüllten die datenschutzrechtlichen Vorgaben, indem sie die Einwilligung der Betroffenen einholten, hieß es. Für 63 Prozent der Firmen führe kein Weg an der Anonymisierung der Daten vorbei, obwohl der für viele KI-Analysen besonders wertvolle Personenbezug dadurch entfernt werde. Jedes Fünfte nutze die Pseudonymisierung, bei der Personenbezüge ersetzt würden. 42 Prozent verarbeiteten die Daten auf Grundlage einer datenschutzrechtlichen Interessenabwägung und 16 Prozent griffen auf einen Dienstleister zurück, der den Datenschutz sicherstellen solle.

Zugleich gebe jedes zehnte Unternehmen an, von vornherein auf die Nutzung personenbezogener Daten zu verzichten. „Es gibt einen großen Bereich von Rechtsunsicherheit und rechtliche Risiken bei der Nutzung von Daten. Viele Unternehmen entscheiden sich im Zweifel gegen die Nutzung von Daten und gegen die Entwicklung von KI-Modellen“, sagte Berg. „Datensouveränität und Datensorgfalt müssen Datensparsamkeit als Leitmotiv ablösen, wenn wir die großen Zukunftsherausforderungen erfolgreich angehen wollen.“ (ud)

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