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Universität Osnabrück: Stiftungsprofessur für Maschinelles Lernen

Die Universität Osnabrück erhält eine Stiftungsprofessur für Maschinelles Lernen (ML). Wie die Hochschule mitteilte, seien dafür 1,5 Mio. Euro bereitgestellt worden. Für die Finanzierung hätten sich die Kampmann GmbH, die Felix Schoeller Holding GmbH & Co. KG, die Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH & Co. KG, die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die IHK sowie Stadt und Landkreis zusammengeschlossen. „Die Stadt beteiligt sich an diesem Projekt, nicht nur, weil KI ein Zukunftsthema für die Forschung und den Standort ist, sondern auch, weil es das alltägliche Leben in unserer Gesellschaft stark verändern wird“, betonte Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Wie es weiter hieß, wird die Professur im Institut für Kognitionswissenschaft angesiedelt. Prof. Dr. Gunther Heidemann erklärte: „Die Kognitionswissenschaft und die KI im Allgemeinen haben in den letzten Jahren einen immensen Aufschwung erlebt, in dem die neuen Verfahren des Maschinellen Lernens, insbesondere tiefe neuronale Netze, eine zentrale Rolle spielen.“ So müssten neuronale Netze nicht mit explizit modelliertem Wissen versorgt werden, sondern sie lernten aus Beispielen. Erst dadurch werde die Verarbeitung komplexer Muster, etwa in der Bild- und Videoanalyse, überhaupt möglich. Solche neuronale Verfahren existierten schon lange, doch hätten sie durch rapide gestiegene Rechenleistung und algorithmische Verbesserungen in den letzten zehn Jahren immens an Bedeutung gewonnen.

Keine Fokussierung auf das Modethema „Tiefe Neuronale Netze"

Der Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie. Prof. Dr. Thomas Bals fügte hinzu, begrüßenswert sei, dass die Bestimmung der Professur nicht allein auf das Haupt- und Modethema „Tiefe Neuronale Netze" fokussiere, sondern den wesentlich breiteren Blickwinkel des Maschinellen Lernens umfasse. „Damit wird die Professur hervorragend an die im Institut für Kognitionswissenschaft angesiedelten Professuren anknüpfen, insbesondere an die Arbeitsgruppen Künstliche Intelligenz, Biologisch orientierte Computer-Vision, Neuroinformatik und die neu einzurichtenden Professuren aus der Digitalisierungsinitiative.“

Wie die Hochschule weiter erklärte, ergeben sich Sicht der beteiligten Unternehmen zahlreiche Anknüpfungspunkte, die zugunsten eines Engagements für die neue Professur sprechen. Einer der wesentlichen sei der Bedarf nach qualifizierten wissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeitern, die von der Universität in die jeweiligen Firmen kommen. IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf sagte: „Die Unternehmen suchen nach universitär ausgebildeten Fachkräften, um sich in ihren Märkten zu behaupten. Damit sie den durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz angetriebenen Veränderungen gerecht werden können, ist eine solche Professur ein wichtiges Hilfsmittel.“ (ud)

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